Freiheit

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Donnerstag, 8. Januar 2015

Melbourne - 08.01.2015

Heute fühle ich mich etwas besser. Bin somit schon um 9.30 Uhr aufgestanden, hab ein Brot mit Tomate (erstes richtiges Frühstück seit Sonntag) gegessen, war duschen und hab das ,Krankenzimmer' etwas aufgeräumt. Habe immer mal wieder versucht mich draußen hinzusetzen, aber es fing jedesmal nach kurzer Zeit an zu regnen. Nach 2-3x alles rein- und rausschleppen war mir das dann zu blöd und ich ging duschen. 

Und habe angefangen zu lesen. Ein Buch von Bill Bryson. Muss sagen, ich mag seinen Schreibstil. 

Dom nahm mich nachmittags mit zu Coles und wir sind dann noch kurz zum Pier. Sehr schön! Am Meer zu leben hat doch wirklich seine Vorzüge. Dabei habe ich auch ein paar schwarze Schwäne gesehen. 



Gegen Abend kam dann auch Sandra eingetrudelt, kurz danach noch ihr gemeinsamer Freund, und wir haben Pizza bestellt. Mein armer Magen hat sich danach zwar beschwert, aber ich hab mich richtig auf die Pizza gefreut. 

Danach noch ein kurzer Spaziergang zum Strand und dort war es einfach wunderschön. Die Sonnenuntergänge hier in Australien sind schon toll! 




Morgen bin ich schon eine Woche unterwegs. Kommt mir nicht so vor. Eher als wäre ich erst 2 Tage hier. Bin auch nicht erholt. Fühle mich schlapp und schnell erschöpft. 

Nun liege ich im Bett und es ist Schlafenszeit. 

Mittwoch, 7. Januar 2015

Melbourne - ob wir wohl noch Freunde werden

Als wir uns schon im Landeanflug auf Melbourne befanden und somit dieser endlos lange Flug endlich zuende sein sollte, kamen plötzlich Turbulenzen auf. Tagsüber waren es hier 42 Grad gewesen und es hatte sich dann plötzlich rasch auf 22 Grad abgekühlt. Das daraus resultierende Unwetter kam plötzlich, aber dafür heftig. Kein guter Moment dann in einem Flugzeug zu sitzen. Wir wurden sehr heftig durchgeschüttelt, was schon beängstigend war. Aber als wir dann noch in ein Luftloch fielen und fielen und fielen, habe ich wirklich gedacht, wir stürzen ab. Und ich war nicht alleine mit dem Gedanken. Erwachsene schrien, Babys brüllten sich die Seele aus dem Leib, Leute übergaben sich. Meine Sitznachbarin und ich, mit der ich vorher nur knapp ein paar Worte gewechselt hatte, hielten uns an den Händen. Und ich dachte:,,Das darf doch nicht wahr sein. Nachdem ich 2013 überstanden, ich in 2014 soviel gemacht habe, damit es mir besser geht, soll ich nun im Landeanflug auf meinen Wunschurlaub sterben?!?!" 

Der Pilot musste dann die Maschine wieder hochziehen, 10 Minuten kreisen und dann von einer anderen Seite den Flughafen anfliegen. Es wurde wieder turbulent, aber diesmal landeten wir sicher auf der Landebahn. Draußen haben sich die Sicherheitskräfte und Mitarbeiter des Flughafens erstmal um die Passagiere gekümmert, die einen Schock erlitten haben. Ich selbst habe so gezittert wie Espenlaub und mir war unglaublich schlecht. Am liebsten hätte ich mich irgendwo in eine Ecke gesetzt und erstmal geheult. Und mich übergeben. Aber da draußen meine Freundin nichtsahnend auf mich wartete, habe ich meinen Koffer geholt und bin raus. Der nette Herr an der Passkontrolle muss wohl gemerkt haben, wie schlecht es mir ging, denn er hat mich nach ein paar freundlichen Sätzen direkt passieren lassen. Noch nicht mal mein ausgedrucktes Visum wollte er sehen. 

Draußen wartete Sandra auch schon gutgelaunt, nach einem Strandtag, auf mich und war total geschockt, als ich ihr von dem Beinah-Absturz erzählte. Trotz der Angststörung und der schrecklichen Monate in 2013, muss ich sagen, dass ich noch nie in meinem ganzen Leben so eine Angst hatte. Es waren auch direkt alle Symptome der Angststörung wieder da. Die Übelkeit, die Schwäche und Hitze in den Armen. Außerdem war mir ziemlich schwindelig. Ich hatte über 24 Std nicht geschlafen, dann auch noch dieser Schock. 

Bei Sandra angekommen haben wir erstmal einen Spaziergang zum Strand gemacht. Das hat mir sehr gut getan. Bevor ich das Meer gesehen habe, konnte ich es riechen. Einfach toll!! Dieser Spaziergang hat mir geholfen etwas runterzukommen. Als ich im Bett lag, hatte ich immernoch das Gefühl, als würde alles unter mir schwanken. Kurz vorm Einschlafen hatte ich das Gefühl zu fallen und bin immer wieder hochgeschreckt. So habe ich auch in dieser Nacht nur ca. 3 Std. geschlafen. 

Sonntags sind Sandra und ich zuerst walken gegangen. Es war recht frisch draußen, nur um die 20 Grad. Da es hier aber meist windig ist, fühlt es sich kühler an. Und Frauen frieren ja eh leichter....
Beim Walken habe ich bemerkt, wie wenig ich mich in den letzten beiden Monaten sportlich betätigt habe. Dazu kam die Grippe, die ich ab dem 15.12. fast zwei Wochen lang hatte. Und natürlich der Schreck. Trotzdem habe ich der Radtour für mittags zugestimmt. Die Fahrt war schön, nur der Wind erwies sich manchmal als harter Gegner. Ich hatte schon Probleme mitzuhalten. 

Auf dem Rückweg wurde es richtig heftig. Ich war am Ende meiner Kräfte, der Wind wurde noch stärker und ich hätte mich am liebsten wie ein kleines Kind auf den Rasen fallen lassen und geheult, so lange bis ein Erwachsener sich erbarmt und mich heim trägt. Als wir dann endlich, endlich zu Hause ankamen, war noch Zeit zum Duschen und dann kamen auch schon die ersten Freunde zum BBQ. 

Es gab leckeres Essen (war ich aus meiner Backpacker Zeit gar nicht gewöhnt) und die Leute sind echt lustig und nett. Bei mir setzte plötzlich Husten ein und blieb. Zu ihm gesellten sich dann noch Sonntagnacht (wieder nur 2 Std Schlaf) noch Gliederschmerzen und geschwollene Lymphknoten. Die Grippe ist mir bis hierher gefolgt. So liege ich also seitdem flach. Fieber und Schüttelfrost sind ab Montag dann auch noch dazugestoßen. Tja..... Daher war der Start zwischen Melbourne und mir bisher nicht allzu erfreulich. Ich hoffe, das wird sich noch ändern. 

Heute waren es 35 Grad. Und ich lag drinnen in meinen Dunkelkammer. Vor ca. 1 Stunde bin ich aufgestanden, hab das erste Mal seit Tagen geduscht und sitze nun draußen im Garten.  Es scheint, als würde ein Gewitter anrücken. Von unserem BBQ Abend habe ich unzählige Mückenstiche an den Beinen, die auf meiner bleichen Haut scharlachrot/lila leuchten. Sieht nicht schön aus, das kann ich euch sagen. 

Eigentlich wollte ich die 4 Wochen nutzen, um meinem Körper etwas Gutes zu tun: Sport, Erholung, gesunde Ernährung, sprich viel Obst. Die erneute Grippe hat mir durch den Sport schon mal einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich fühle mich so unglaublich schwach. Hab eben draußen die Blumen gegossen und das Heben der Gieskanne hat mir schon in den Muskeln wehgetan. Also wieder gaaaannnnzzzzz langsam anfangen. :-( 

Erholung könnte ich noch hinbekommen. Viel Obst, na ja. Obst und Gemüse sind sehr, sehr teuer hier. Bin am Sonntag, als wir einkaufen waren, fast umgefallen, als ich die Preise gesehen habe. Auch Drogerieartikel sind extrem teuer. No name Produkte kosten schon viel, aber z.B. Maybelline ist sehr teuer. Auch Rasierschaum für Frauen von Veet ist sehr teuer. Hab mir im Aldi Rasierschaum für Männer gekauft. War um das 4-fache günstiger. Wer weiß warum. Ja, es gibt hier Aldi. Und somit auch Sprudelwasser. Yes!! 

Damit ich wenigstens ein Bild habe, was ich in den ersten Tagen hier in Australien posten kann, habe ich mein Geld fotografiert :-) Gar nicht so einfach bei dem Wind. 

Hier ist es jetzt schon fast wieder Schlafenszeit. In Deutschland geht's erst richtig los. 

Draußen ist es windig, aber trotz geöffneter Fenster rührt sich hier drinnen kein Lüftchen. Und dabei ist es auf 33 Grad ,abgekühlt'. 

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Guten Rutsch ins neue Jahr!

Meine Lieben, ich wünsche euch einen schönen Silvestertag und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Für 2015 alles Liebe, Gute, Gesundheit und auch Zeit zum Entspannen und Müßiggang! LG


Montag, 29. Dezember 2014

Noch vier Tage

So langsam werde ich doch etwas nervös. In vier Tagen geht meine große Reise los bzw. um diese Uhrzeit in 96 Stunden bin ich schon fast in Singapur. Ich habe noch einiges zu erledigen und Einkäufe zu tätigen. Muss einen Vorrat an Schweinifutter, Heu und Kleintierstreu anlegen. Brauche Sonnencreme. Darf auf gar keinen Fall meine Tabletten vergessen. Oder mein Visum. 

Lege mir momentan alles auf einem Sessel zurecht, sobald mir etwas einfällt. Kleidung habe ich auch schon in einen Koffer geschmissen, aber ich muss wohl nochmal aussortieren, denn der Koffer ist schon voll und ich habe noch nichts wesentliches drin. Muss auch noch Schuhe und Flip Flops (nein, Flip Flops zählen nicht als Schuhe!) einpacken. 

Am Samstag sollen es laut Vorhersage um die 40 Grad in Melbourne werden. Ein krasser Temperaturunterschied, denn hier liegt momentan Schnee bei Minusgraden. Und ich bin morgen mit Schnee schippen dran :-( Die paar Tage hätte Frau Holle auch noch warten können bis ich weg bin. 

Habe mir eben sogar Stützstrümpfe gekauft für den Flug. Hat meine Schwester mir zu geraten. Na ja, werde halt auch nicht jünger, ne. Aber war trotzdem etwas peinlich. 

Nun, ich weiß ja wofür ich die Strapazen auf mich nehme. Ende dieser Woche sende ich dann ein Foto vom Strand. Untenstehendes hat mir meine Freundin aus Australien geschickt. Hach, diese Wellen <3

Sonntag, 28. Dezember 2014

Geburtstagsrede Charlie Chaplin

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin 
und dass alles, was geschieht, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann, 
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man „REIFE“.

Als ich mich selbst zu lieben begann, 
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,
aber heute weiß ich, das ist „SELBSTLIEBE“.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,
so lebe ich heute jeden Tag und nenne es „BEWUSSTHEIT“.

Als ich mich zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute „HERZENSWEISHEIT“.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, 
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten. 
Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN !

Charlie Chaplin an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Frohe Weihnachten!

Werde mich gleich auch nochmal ins Getümmel stürzen, um die letzten Zutaten für meine Käsesuppe zu besorgen. Habe meinem Vater versprochen sie für unser morgiges Vater-Tochter-Weihnachten zu kochen. 

Für heute Abend werde ich einen Schweinebraten machen, da es traditionell beim Familienessen an Heiligabend Gans geben wird und meine Cousine und ich dies nicht mögen. Daher mache ich jedes Jahr für uns beide Schweinebraten. Und für den Lebensgefährten meiner anderen Cousine Mousse au chocolat. 

Hab also heute noch einiges vorzubereiten. Momentan bin ich noch nicht richtig in Festlaune, da bei +9 Grad diese noch nicht wirklich aufkommen will. 
Ein paar Geschenke muss ich auch noch einpacken. 

Momentan sitze ich noch im Pyjama auf der Couch, Frühstück vor mir, der starke Sturm pfeift ums Haus und rüttelt alles kräftig durch. 

Die Schweinis höre ich aus dem Gästezimmer an ihren Möhrchen knabbern und das Geräusch ist beruhigend und bringt mich zum Lächeln. Sie sind wirklich süß. Ich bin sehr froh, dass ich sie habe. Obwohl sie mir die Haare vom Kopf fressen. Aber wenn ich gestresst bin und mich nicht gut fühle, setze ich mich zu ihnen und schaue ihnen einfach zu. Dann wuseln sie um mich rum und flitzen mit ihren dicken Hintern an mir vorbei, pfeifen mich kurz an und dann geht's weiter. Das entspannt mich. Tiere geben einem soviel zurück, selbst wenn es nur so kleine Schweinis sind. 

Ich wünsche euch frohe, besinnliche Weihnachtstage im Kreise eurer Lieben! Genießt es beisammen zu sein und lasst euch nicht von der Hektik und dem Trubel um euch herum anstecken! 


Frohe Weihnachten!
Merry christmas!
Veselé Vánoce! 
Feliz navidad!
Buon natale! 


Mittwoch, 17. Dezember 2014

Grippe ist doof.....!!

Bin seit Samstag erkältet und seit Montag hat mich die Grippe fest im Griff. Fieber, Gliederschmerzen, Halsweh, Husten - das volle Programm. War wohl doch alles wieder zuviel für meinen armen Körper, was ich ihm in den letzten Wochen zugemutet habe. Die anstrengenden Yogaübungen vom Wochenende haben ihm den Rest gegeben. 

Nun liege ich seit Sonntagabend flach und ich muss echt sagen, es ist scheiße krank UND Single zu sein. Alles muss ich selbst machen. Keiner bringt mir Tee, kocht mir Suppe oder versorgt zumindest die Schweinis. Die beklagen sich schon lautstark so wenig Aufmerksamkeit zu bekommen. Haben dafür nun Freilauf im Schweinizimmer aka pinkes Zimmer. 

Ich muss unbedingt bald gesund sein, denn Australien steht ja vor der Tür. 

Ich will meine Oma zurück, die mich pflegt und umhätschelt!! Ich arme kleine Erbse... mimimi