Nachdem es mir seit Freitagmorgen plötzlich nicht gutging, habe ich mich gestern wirklich aufgerafft und bin ins Fitness Studio gegangen. Nach meinem gestrigen Schreiben von wegen ,Arsch hochkriegen muss man selbst' konnte ich meinen inneren Schweinehund nicht gewinnen lassen und hab ihn nach einigem Rumgerenne in der Wohnung auch tatsächlich zu fassen bekommen und ihn an die Leine gelegt. Auf dem Weg aus der Wohnung, die Treppen runter und meine Straße entlang musste ich ihn hinter mir herziehen, denn er stemmte stur alle vier Pfoten in den Boden - so schnell gab er nicht klein bei. Monsieur hat schließlich auch seinen Stolz. Aber ich auch, Freundchen.
Also habe ich ihn gezogen bis ihm sprichwörtlich die Pfoten qualmten und er schließlich mit gesenktem Haupt hinter mir hertrottete. Erster Teil geschafft. Im Studio war ich also schonmal. Es war auch nicht viel los, so dass ich ohne Wartezeit an jedes der Geräte auf meinem Plan konnte. Ich mag das Gefühl, wenn meine Muskeln nach dem Training so schwer sind und es sich anfühlt, als wäre ich durchtrainiert wie Kacy Catanzaro (wenn ihr sie nicht kennt, googelt mal - sie ist einfach toll. Nur ungefähr so groß wie ein Grashüpfer, aber ein Energie- und Kraftbündel ohne gleichen).
Aber an Tagen wie diesen, hilft oft selbst das nicht mich besser zu fühlen. Ich hatte meinen Schweinehund besiegt (eine Schlacht bedeutet noch nicht den ganzen Krieg), hab brav meine Übungen gemacht, aber meine Laune besserte sich einfach nicht.
Also bin ich wieder nach Hause, ging duschen und legte mich mit einem Buch auf die Couch. Aber auch darauf konnte ich mich nicht konzentrieren, meine Gedanken drifteten immer wieder ab. Was ist los, warum bist du mies drauf, was ziehst du Montag im Büro an usw. Meine Gedanken kamen vom Hölzchen aufs Stöckchen und plötzlich stand ich im dichten Wald. Bis mir einfiel, dass ich im letzten Jahr ein Buch über Meditation gekauft habe. Dies suchte ich heraus und fing an zu lesen. Bei mir ist es meistens so, dass ich mir die Selbsthilfe-Bücher kaufe und auch lese, nur die Übungen meistens weglasse. Das bringt, nun ja, nicht wirklich viel. Also eigentlich nichts. Gar nichts.
Daher suchte ich mir eine Übung raus, die man sowohl morgens (am besten bei Sonnenaufgang - die spinnen wohl) oder abends vorm Schlafengehen macht. Ich war auch fest entschlossen die Übung zu machen, nur dann lag der Schweinehund so eng gekuschelt neben mir, dass ich gar nicht mehr aus dem Bett rauskam.
Heute Morgen bin ich dann aufgestanden (nein, nicht zum Sonnenaufgang) und hab mich auf Zehenspitzen ins Wohnzimmer geschlichen - der Schweinehund schlief noch. Hatte sich wohl gestern
mit dem ganzen Sträuben etwas verausgabt.
Im Wohnzimmer habe ich mich auf eine Decke gesetzt und zuerst mit den abgebildeten Dehnungsübungen aus dem Yoga (genannt Asanas) begonnen. Stellungen wie Die Kobra, Die
Heuschrecke und Der Schmetterling waren nur ein paar davon. Dann habe ich mir meinen Timer auf
fünf Minuten gestellt und mit der Meditation begonnen. Fünf Minuten gerade sitzen, im Schneider-,
halber oder voller Lotussitz.
Ich habe mich dafür entscheiden ein Wort als Mantra zu benutzen und es in den fünf Minuten ständig zu wiederholen, so dass meine Gedanken zu sehr damit beschäftigt sind, um abzuschweifen. Denkste! Meine Gedanken sind schon sehr rege Kerlchen, die flitzen hin und her, mal da und dann dorthin. Es war gar nicht einfach sich die volle Zeit auf das Wort zu fokussieren. Es hörte sich viel einfacher an, als es ist. Aber das steht auch im Buch. Und wie bei den meisten Dingen - Übung macht den Meister. Ich werde die Meditation nun fest in meinen Tagesablauf integrieren.
Nach der Meditation war ich zum Frühstück verabredet und mittags haben zwei Freundinnen und ich uns zum gemeinsamen Walken im nahegelegenen Wald getroffen. Anfangs waren meine Gedanken noch etwas betrübt, aber ich liebe den Wald, die Geräusche und den Geruch. Und dann noch zusammen mit zwei lieben Menschen dort zu walken, Fitness-Übungen, wie Sit ups, Liegestütze etc.
zu machen und dabei zu lachen und zu quatschen, hat soviel Spaß gemacht, dass der graue Schleier
sich lüftete und ich richtig gut drauf war. Es waren zwar nur 1,5 Stunden, aber so ausgefüllte 1,5 Stunden, dass sie für meine gute Laune den ganzen Tag reichten und noch immer reichen.
Wäre ich alleine gewesen, hätte ich mich niemals so motiviert bekommen, wie mit den beiden zusammen. Ich hätte mich wahrscheinlich eher geschämt, wenn ich Liegestütze etc. gemacht und die Jogger und Spaziergänger an mir vorbeigegangen und mich angegafft hätten.
Aber so war es ein alles in allem sehr schöner Tag von dem ich froh bin ihn erlebt zu haben.
Schönen Sonntag noch!
Das Buch heißt übrigens: Meditation für Dummies von Stephan Bodian - Wiley Verlag
Freiheit
Sonntag, 27. Juli 2014
Samstag, 26. Juli 2014
Die Leere in mir
Ich hatte gehofft, dass es mir heute besser gehe. Leider bin ich aber eben mit der Angst und Traurigkeit aufgewacht. Heftiger als sonst in den letzten Monaten und sie ging auch nicht weg nachdem ich schon eine Weile wach war. Die Schwäche in beiden Oberarmen und die Hitze, die mir bis in die Fingerspitzen schießt, wie flüssige Lava, die durch meine Venen fließt. Dazu ein abgeschwächtes Gefühl der Übelkeit.
Ich habe Angst und ich weiß nicht wovor. Ich bin traurig und ich weiß nicht warum. Ohne die morgendliche Tablette wäre heute der Anfang einer Angstphase. Es hat meistens so angefangen, dass meine Laune merklich runterging, ohne wirklichen Grund, und 1-2 Tage später war ich wieder in meiner eigenen Welt der Angst und Hoffnungslosigkeit gefangen.
Besuch dort ist eher selten. Denn die meisten können es nicht nachvollziehen,
wenn ich sage: Ich habe Angst.
Sie fragen: Wovor?
Und ich erwidere: Ich weiß es nicht.
Dann herrscht meist Schweigen bei meinem Gegenüber. Ratlosigkeit. Sie sehen, wie ich leide, können mir aber doch nicht helfen. Können den Wall der Angst um mich herum nicht durchbrechen.
Und ich bin froh, dass sie es nicht können, denn wenn sie es könnten, hieße das, dass sie auch in dem Sog einer Angsterkrankung oder Depression stecken. Entweder im Anfangsstadium oder mittendrin.
Aber wie erklärt man jemandem, der dies nicht hat, was in mir vorgeht.... Ich kann nur sagen, dass mich in diesen Phasen die Angst beherrscht. Und die Hoffnungslosigkeit. Als hätte ich Scheuklappen
an, nehme ich kaum anderes um mich herum wahr, als diese beiden Dinge. Leidglich, wenn ich stark
abgelenkt werde, habe ich ein paar Minuten Ruhe, bevor das Schwächegefühl wiederkommt und ich wieder in den Gedankenwirrwarr der Angst gerate.
Gestern Abend habe ich noch eine Entdeckung gemacht, der ich bisher kaum Beachtung schenkte. Wenn es mir schlechter geht, kratze ich an meiner Kopfhaut. Meine Oma hat mich früher immer am Kopf gekrault. Das waren so schöne, entpsannende Momente. Ich merke oft gar nicht, dass ich dies auch mache, wenn ich z.B. ein Buch lese oder einen Film schaue. Also entspannt bin.
Gestern aber, als es mir nicht gut ging, kratze ich bis es blutete. Und das mache ich in den schlechten Phasen. Ich habe bisher nicht mal mit meiner Therapeutin darüber gesprochen, weil ich es gar nicht wahrnahm und als unbedeutend empfand. Aber ein Gespräch von Donnerstag fiel mir wieder ein. Manche Menschen ritzen sich die Haut auf, meist mit Gegenständen an Armen oder Beinen, bis sie
bluten. Ich kratze bis sie blutet. Evtl. gibt es dort Parallelen. Ich habe mal gelesen, dass Menschen sich ritzen, um sich Erleichterung zu verschaffen, Druck abzulassen. Ich kann gar nicht sagen,
warum ich mich kratze. Ich weiß nur, dass es vor Angstphasen auftritt - ich drifte wieder ab in die Angst und fühle nichts außer diese, so war es im letzten Jahr. Vielleicht, um etwas anderes außer Angst und Traurigkeit zu spüren.
Hier habe ich zwei Links zu diesem Thema rausgesucht:
http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/selbstverletzungen-warum-maedchen-sich-ritzen-a-524757.html
http://de.m.wikipedia.org/wiki/Selbstverletzendes_Verhalten
Als ich heute Morgen im Bett lag, habe ich Erna gefragt, was los ist, was sie mir mit Einläutung
dieser neuen Angstphase sagen will. Denn dass es eine neue Phase wäre ohne die Tabletten, daran
habe ich keinen Zweifel. Ich bekam keine wirkliche Antwort.
habe ich keinen Zweifel. Ich bekam keine wirkliche Antwort.
Vielleicht ist es, weil ich die letzten Tage wieder zuviel alleine war. Ich hatte zwar früh frei, aber hatte niemanden, mit dem ich die freie Zeit verbringen konnte. So bin ich 2x alleine Eis essen gegangen. Ich habe dabei gelesen, aber mit einer anderen Person als Gesellschaft wäre es schöner gewesen. Es war halt nichts und niemand da worauf ich mich nach dem frühen Feierabend freuen konnte. Ich war zwar froh, dass ich früher frei hatte, aber nur, da ich es auf der Arbeit nicht aushielt. Und das ist nun wirklich kein erfreulicher Grund.
Vorgestern bin ich ins Fitness Studio gegangen. Nach langer Zeit nochmal. Aber auch da trainierte ich alleine und redete mit fast niemandem. All diese Dinge machen mich traurig. Ich fühle mich dabei, als säße ich hinter einer Glaswand und schaue den anderen Kindern beim Spielen zu. Nah, aber doch nicht dabei.
Auch heute gehe ich wieder hin. Einfach nur, weil ich heute nichts anderes geplant habe. Und da wenigstens Leute sind. Auch wenn ich nicht mit ihnen rede, ich kann ihnen zumindest zuhören und mir so die Illusion schaffen, ich bin nicht allein.
In so einer Phase macht mir dann auch kaum etwas Spaß. Es ist halt nur Mittel zum Zweck - um nicht allein in der Wohnung zu hocken. Wenn ich mir den oben geschriebenen Text durchlese, denke ich, dass bei mir der zentrale Dreh- und Angelpunkt das Alleinsein ist. Dass daraus die Phasen entstehen. Meine Therapeuten und auch Ärzte sagen immer wieder, ich soll meinen Freundeskreis erweitern und mehr mit anderen Leuten unternehmen. Letztes Jahr habe ich auch damit begonnen. Nur es herrscht
ein Kommen und Gehen - manche bleiben für Jahre, andere verschwinden nach ein paar Wochen wieder.
Freundschaften zu schließen fällt mir nicht leicht. Aber Aktivitäten mit Bekannten wäre schon mal ein
Anfang. Es gibt die App Spontacts, die ich mir runtergeladen habe. Dort kann man Leute für gemeinsame Freizeitaktivitäten suchen. Es scheint so, dass es vielen Leuten so geht wie mir. Ich muss mich nur aufraffen. Und das fällt mir an manchen Tagen so unglaublich schwer. Ich denke, dass Leute mit mir nichts zu tun haben wollen, wenn ich nicht so gut drauf bin. Mich für seltsam halten. Also gehe ich gar nicht hin, sondern verkrieche mich zu Hause. Nur dadurch löst sich meine Einsamkeit nicht in Luft auf.
Anfang. Es gibt die App Spontacts, die ich mir runtergeladen habe. Dort kann man Leute für gemeinsame Freizeitaktivitäten suchen. Es scheint so, dass es vielen Leuten so geht wie mir. Ich muss mich nur aufraffen. Und das fällt mir an manchen Tagen so unglaublich schwer. Ich denke, dass Leute mit mir nichts zu tun haben wollen, wenn ich nicht so gut drauf bin. Mich für seltsam halten. Also gehe ich gar nicht hin, sondern verkrieche mich zu Hause. Nur dadurch löst sich meine Einsamkeit nicht in Luft auf.
Es stimmt zwar, dass man Depressionen willentlich nicht beeinflussen kann, genauso wenig wie ein gebrochenes Bein. Das heilt auch nicht in 4 Sekunden, nur weil ich das will. Aber dennoch liegt es an mir, was ich aus der Situation mache.
Mich hier in meinem Kokon, genannt Zuhause, zu verkriechen wird meine Situation nicht verbessern. Ich weiß, dass ich selbst den Arsch hochkriegen muss. Und das ist etwas, was ich willentlich beeinflussen kann. Ich kann zum Sport gehen. Ich kann zum Yoga gehen. Ich kann zum Kickboxen gehen.
Ich bin letztes Jahr auch dorthin gegangen, selbst in den schlimmsten Angstphasen, körperlich am Ende, da ich wochenlang nur abends etwas essen konnte. Und obwohl ich dachte, ich kippe um und mein Körper packt das nicht, bin ich hingegangen und habe mitgemacht.
Es war natürlich ein Mittel zum Zweck - ich konnte erst abends alleine zu Hause sein, denn ab nachmittags fing der graue Schleier an sich zu lichten, der tagsüber für mich über allem lag und die Scheuklappen verschwanden. Ich konnte sogar essen.
Aber ich habe dadurch auch Situationen gehabt, in denen ich trotz allem Freude empfang. Und wenn diese Momente sich summiert haben, ging die Angstphase irgendwann weg. Einfach so, wie von selbst. Und diese Freude empfinde ich, wenn ich mit anderen Personen, die ich mag, zusammen bin,
etwas unternehme. Am besten körperlich dabei aktiv bin.
etwas unternehme. Am besten körperlich dabei aktiv bin.
Aber dafür musste ich jedesmal meinen Arsch hochkriegen und einfach mitmachen, auch wenn ich k.o. war. In der Reha hatte ich auch eine Angstphase, was mich schwer enttäuschte, da ich ja dort war, um die Situation zu verbessern. Ich war körperlich wieder so schnell am Limit und fühlte mich schwach und müde. Aber zwei meiner Mitpatienten haben mich aufgepackt und mit mir eine Fahrradtour gemacht. Ich hatte Angst, da ich zwei Jahre kein Fahrrad mehr gefahren bin. Angst vorm Hinfallen, das ich vor ein Auto fahre - sprich einfach dass mir etwas passiert. Und ich ins Krankenhaus muss, dort ans Bett gefesselt und somit dort der Angst völlig ausgeliefert bin. Denn dort
gibt es keine Ablenkung.
Aber diese Fahhrradtour hat mich aus der Phase wieder rausgeholt. Irgendwann während dieser Tour hebte sich der Schleier und ich fand es einfach nur noch schön. Ich hatte die beiden, die mich verstanden und es war ein toller Tag, wofür ich ihnen heute noch dankbar bin.
Was ich damit meine ist, dass ich zwar diese Krankheiten habe, und dass es Krankheiten sind daran besteht kein Zweifel, aber ich habe es in der Hand, was ich daraus mache. Ich kann hier rumliegen und die Krankheiten gewinnen lassen. Oder ich kämpfe dagegen an. Und es ist ein Kampf. Jedesmal aufs Neue. Schweißtreibend, hart und mit einem unerbitterlichen Gegner, der jede Schwäche ausnutzt. Aber meistens kommen diese Dinge nicht von ungefähr und jeder, auch ich, sollte sich öfter die Zeit nehmen, um immer wieder zu hinterfragen, warum es jetzt wieder bergab geht.
Das heutige Schreiben dieses Textes hat mir sehr geholfen. Am Anfang fühlte ich mich traurig. Ausgeliefert. Jetz spüre ich wieder Kraft in mir.
Ich kann nicht hellsehen und ich weiß nicht, was das Leben noch für mich bereithält. Aber ich bin mir sicher, dass ich meinen Teil dazu beitragen kann, dass es ein für mich erfüllendes, zufriedenes Leben wird.
Und ich weiß, dass auch diese Phase wieder irgendwann zu Ende geht. Und sage mir, wie in dem Buch von Matthew Johnstone:
Es geht vorbei. Es geht vorbei. Es geht vorbei.
Oder: Morgen kommt ein neuer Himmel
(Buch von Lori Nelson Spielman, Krüger Verlag)
(Buch von Lori Nelson Spielman, Krüger Verlag)
Freitag, 25. Juli 2014
Heute ist alles doof......
Heute ist alles doof.... Aufstehen - doof..... Klamotten - doof.... Waschen - baah & doof...... Bus- und Zugfahrt - doof.... Arbeit - megadoof..... Gerede der Leute in Mittagspause - zum Kotzen doof.....
Ich war schon schlecht gelaunt, als ich aufstand. Hatte auch noch verschlafen und musste mich abhetzen, um den Bus zu bekommen. Dann konnte ich der Fruchttasche Apfel in der Bäckerei nicht widerstehen, schön aus Blätterteig und mit Zucker als Garnierung drüber gestreut, und hab die gegessen. Unmengen an Zucker und das zum Frühstück. Dann das blöde Gelaber meiner Kollegin. Tagein, tagaus muss ich mir ihren besserwisserischen Mist anhören. Wie mich das ankotzt. Kein Wunder, dass ich schlecht gelaunt bin. Jeder andere wäre das auch, wenn er sich sowas jeden Tag anhören müsste.
Dazu kommt, dass ich keinen ordentlichen Sender im Radio eingestellt bekam, so dass ich dem Gelaber noch nicht mal mit Musik entkommen konnte.
In der Mittagspause ging es dann weiter - nur in 3-4facher Verstärkung. Ich nenne die Truppe KKK - KüchenKlatschKlan. Mit den mehr oder weniger unterschwelligen Frotzeleien und Andeutungen, dem völlig übertriebenen Gelächter, in einer Lautstärke, dass einem die Ohren dröhnen.
Manchmal ist es ganz ok, aber mal ehrlich, die scheinen doch echt in ihrem Leben was zu vermissen, so wie die über andere herziehen. Steigerte meine Laune also nicht wirklich. Hinzu kam, dass mir mein Essen nicht schmeckte und ich nicht annähernd satt wurde.
Um 15 Uhr hab ich dann einfach die Sachen gepackt und bin gegangen. Da mein Chef nicht da ist, muss ich das ausnutzen. Und da die Kollegin eh alles besser weiß und alles kann, hab ich mich verabschiedet. Konnte das inhaltslose Bla bla nicht mehr aushalten. Wie kann man nur soviel reden ohne etwas zu sagen?!?!?!
Der Zug hatte Verspätung und ich hab den Bus verpasst. Bin also in die nächste Eisdiele und hab einen Schokobecher gegessen. Hat auch gut geschmeckt, meine Laune aber ganz und gar nicht verbessert. Eher das Gegenteil. Wird wohl nichts mit der Bikinifigur. Will ja eigentlich bis Ende Dezember bikinitauglich sein. Das hat mich noch mehr deprimiert.
Und am schlimmsten ist, dass ich weiß, dass ich auf absolut hohem Niveau jammere. Denn einen wirklichen Grund hab ich nicht. Es ist nichts passiert, was den heutigen Tag schlechter macht, als den gestrigen. Nur gestern war meine Laune besser. Und ich weiß nicht warum. Mein Psychiater sagt, dass es normal ist. Jeder hat schlechte Tage. Aber sollte ich nicht zumindest wissen was den heutigen Tag so doof macht?!?! Und ich weiß es nicht - er ist einfach bäh!!
Also liege ich jetzt auf dem Bett, blase Trübsal, jammere hier rum und bemitleide mich selbst.
Warum gibt es keinen kotzenden Smiley, wenn man ihn braucht........
Ich war schon schlecht gelaunt, als ich aufstand. Hatte auch noch verschlafen und musste mich abhetzen, um den Bus zu bekommen. Dann konnte ich der Fruchttasche Apfel in der Bäckerei nicht widerstehen, schön aus Blätterteig und mit Zucker als Garnierung drüber gestreut, und hab die gegessen. Unmengen an Zucker und das zum Frühstück. Dann das blöde Gelaber meiner Kollegin. Tagein, tagaus muss ich mir ihren besserwisserischen Mist anhören. Wie mich das ankotzt. Kein Wunder, dass ich schlecht gelaunt bin. Jeder andere wäre das auch, wenn er sich sowas jeden Tag anhören müsste.
Dazu kommt, dass ich keinen ordentlichen Sender im Radio eingestellt bekam, so dass ich dem Gelaber noch nicht mal mit Musik entkommen konnte.
In der Mittagspause ging es dann weiter - nur in 3-4facher Verstärkung. Ich nenne die Truppe KKK - KüchenKlatschKlan. Mit den mehr oder weniger unterschwelligen Frotzeleien und Andeutungen, dem völlig übertriebenen Gelächter, in einer Lautstärke, dass einem die Ohren dröhnen.
Manchmal ist es ganz ok, aber mal ehrlich, die scheinen doch echt in ihrem Leben was zu vermissen, so wie die über andere herziehen. Steigerte meine Laune also nicht wirklich. Hinzu kam, dass mir mein Essen nicht schmeckte und ich nicht annähernd satt wurde.
Um 15 Uhr hab ich dann einfach die Sachen gepackt und bin gegangen. Da mein Chef nicht da ist, muss ich das ausnutzen. Und da die Kollegin eh alles besser weiß und alles kann, hab ich mich verabschiedet. Konnte das inhaltslose Bla bla nicht mehr aushalten. Wie kann man nur soviel reden ohne etwas zu sagen?!?!?!
Der Zug hatte Verspätung und ich hab den Bus verpasst. Bin also in die nächste Eisdiele und hab einen Schokobecher gegessen. Hat auch gut geschmeckt, meine Laune aber ganz und gar nicht verbessert. Eher das Gegenteil. Wird wohl nichts mit der Bikinifigur. Will ja eigentlich bis Ende Dezember bikinitauglich sein. Das hat mich noch mehr deprimiert.
Und am schlimmsten ist, dass ich weiß, dass ich auf absolut hohem Niveau jammere. Denn einen wirklichen Grund hab ich nicht. Es ist nichts passiert, was den heutigen Tag schlechter macht, als den gestrigen. Nur gestern war meine Laune besser. Und ich weiß nicht warum. Mein Psychiater sagt, dass es normal ist. Jeder hat schlechte Tage. Aber sollte ich nicht zumindest wissen was den heutigen Tag so doof macht?!?! Und ich weiß es nicht - er ist einfach bäh!!
Also liege ich jetzt auf dem Bett, blase Trübsal, jammere hier rum und bemitleide mich selbst.
Warum gibt es keinen kotzenden Smiley, wenn man ihn braucht........
Dienstag, 22. Juli 2014
Schweden - Sverige
Twenty years from now you will be more disappointed by the things that you didn't do than by the ones you did do. So throw off the bowlines. Sail away from the safe harbor. Catch the trade winds in your sails. Explore. Dream. Discover.
In diesem Zitat von Mark Twain liegt sehr viel Wahrheit. Auch ich möchte nicht irgendwann auf dem Sterbebett zurückblicken und bereuen was ich nicht getan habe, obwohl ich die Möglichkeiten dazu hatte. Oder noch jung genug dazu war. Ich will nicht aus Angst heraus auf alles, was mir am Herzen liegt verzichten.
Manchmal könnte ich vor Verzweiflung einfach laut aufschreien, weil alles mir viel zu langsam geht und die Angst noch immer da ist. Ich wache morgens mit ihr auf, spüre sie tagsüber in meinen Armen und am liebsten würde ich sie mir wie ein Geschwür einfach aus dem Leib reißen.
Als ich Erna von meinem geplanten Schwedenurlaub im August erzählte, war sie total aus dem Häuschen. Es reisen so viele Menschen, die mit den unterschiedlichsten Ängsten behaftet sind, dass es für Erna und ihre Kollegen einer Betriebsfeier gleicht, wenn sie sich auf den Flughäfen dieser Welt treffen.
Damit habe ich nicht gerechnet. Ich hatte ihr extra das VHS Programm in die Hand gedrückt, damit sie beschäftigt und von mir abgelenkt ist und hatte ihr von den Studienreisen im Programmheft vorgeschwärmt, mit der Hoffnung, sie für mindestens eine Woche mal loszusein. Konnte ich denn ahnen, dass sie stattdessen neben dem Englisch- auch noch einen Schwedischkurs besucht, um sich auf die spontan gebuchte Studienreise nach Stockholm vorzubereiten?!?! Oder dass sie diese ratzfatz absagte, weil es mit mir sicher viel mehr Spaß macht vor Ort, als mit den Leuten aus ihrem Kurs. Die wären eh alle alt. Nein!! Das konnte ich nicht ahnen.
Daher habe ich mir überlegt, sie vor Ort quasi ..... zu verlieren. Irgendwie. Uups, da war sie plötzlich weg. Und bis sie zurück nach Deutschland gefunden hat, vergeht sicher einige Zeit, in der ich hoffentlich soweit stabilisiert bin, dass sie mir nichts mehr anhaben kann.
Aber (es gibt immer ein Aber):
Reste der Angst würden sicher zurückbleiben, winzig kleine Fitzelchen, die man mit bloßem Auge nicht ausmachen kann und sie würden wachsen. Anfangs wäre meine Angst sicher weg, denn ich habe alles entfernt. Aber irgendwann wäre aus den Fitzelchen ein Klümpchen geworden, die Angst käme wieder öfter zum Anschein, aber erstmal nichts besorgniserregendes. Bis aus dem Klümpchen wieder ein Knubbel wird und aus dem ein Geschwür, das sich überall ausbreitet und mich dann wieder mit so einer Wucht überrascht, dass ich nicht weiß, wie ich dies nochmal verkraften soll und ich auch nochmal die Kraft aufbringe mich wieder monatelang aus dem tiefsten Loch zu kämpfen.
Denn Erna wäre sauer, stinksauer. Und wie viel Kraft sich hinter ihrer zierlichen kleinen Figur steckt, hat sie mir schon mehrmals sehr deutlich gemacht.
Daher werde ich wohl die nächsten Monate mit ihr auskommen müssen. Geduld haben, weiter an mir arbeiten. Ihr zuhören, denn ohne Grund besucht sie heutzutage niemanden mehr und nistet sich bei ihm ein.
Also heißt es wohl auf der nächsten Postkarte, die ich an meine Familie sende:
Hallo aus Schweden! Mir geht es gut - Stockholm ist fantastisch!
Hej från Sverige! Jag mår bra - Stockholm är fantastiskt!
Liebe Grüße an euch!
Hälsningar till dig
Taleju
(& Erna) :-)
Manchmal könnte ich vor Verzweiflung einfach laut aufschreien, weil alles mir viel zu langsam geht und die Angst noch immer da ist. Ich wache morgens mit ihr auf, spüre sie tagsüber in meinen Armen und am liebsten würde ich sie mir wie ein Geschwür einfach aus dem Leib reißen.
Als ich Erna von meinem geplanten Schwedenurlaub im August erzählte, war sie total aus dem Häuschen. Es reisen so viele Menschen, die mit den unterschiedlichsten Ängsten behaftet sind, dass es für Erna und ihre Kollegen einer Betriebsfeier gleicht, wenn sie sich auf den Flughäfen dieser Welt treffen.
Damit habe ich nicht gerechnet. Ich hatte ihr extra das VHS Programm in die Hand gedrückt, damit sie beschäftigt und von mir abgelenkt ist und hatte ihr von den Studienreisen im Programmheft vorgeschwärmt, mit der Hoffnung, sie für mindestens eine Woche mal loszusein. Konnte ich denn ahnen, dass sie stattdessen neben dem Englisch- auch noch einen Schwedischkurs besucht, um sich auf die spontan gebuchte Studienreise nach Stockholm vorzubereiten?!?! Oder dass sie diese ratzfatz absagte, weil es mit mir sicher viel mehr Spaß macht vor Ort, als mit den Leuten aus ihrem Kurs. Die wären eh alle alt. Nein!! Das konnte ich nicht ahnen.
Daher habe ich mir überlegt, sie vor Ort quasi ..... zu verlieren. Irgendwie. Uups, da war sie plötzlich weg. Und bis sie zurück nach Deutschland gefunden hat, vergeht sicher einige Zeit, in der ich hoffentlich soweit stabilisiert bin, dass sie mir nichts mehr anhaben kann.
Aber (es gibt immer ein Aber):
Reste der Angst würden sicher zurückbleiben, winzig kleine Fitzelchen, die man mit bloßem Auge nicht ausmachen kann und sie würden wachsen. Anfangs wäre meine Angst sicher weg, denn ich habe alles entfernt. Aber irgendwann wäre aus den Fitzelchen ein Klümpchen geworden, die Angst käme wieder öfter zum Anschein, aber erstmal nichts besorgniserregendes. Bis aus dem Klümpchen wieder ein Knubbel wird und aus dem ein Geschwür, das sich überall ausbreitet und mich dann wieder mit so einer Wucht überrascht, dass ich nicht weiß, wie ich dies nochmal verkraften soll und ich auch nochmal die Kraft aufbringe mich wieder monatelang aus dem tiefsten Loch zu kämpfen.
Denn Erna wäre sauer, stinksauer. Und wie viel Kraft sich hinter ihrer zierlichen kleinen Figur steckt, hat sie mir schon mehrmals sehr deutlich gemacht.
Daher werde ich wohl die nächsten Monate mit ihr auskommen müssen. Geduld haben, weiter an mir arbeiten. Ihr zuhören, denn ohne Grund besucht sie heutzutage niemanden mehr und nistet sich bei ihm ein.
Also heißt es wohl auf der nächsten Postkarte, die ich an meine Familie sende:
Hallo aus Schweden! Mir geht es gut - Stockholm ist fantastisch!
Hej från Sverige! Jag mår bra - Stockholm är fantastiskt!
Liebe Grüße an euch!
Hälsningar till dig
Taleju
(& Erna) :-)
Montag, 21. Juli 2014
Depressionen und Erna (die Angst) - Partner fürs Leben?!?!
Für einen Montagmorgen war mein Start in die Woche ganz gut. Während der Zugfahrt stieß ich aber auf einen Artikel bei hellogiggles.com über Depressionen. Und schon kreisten meine Gedanken wieder um meine Erkrankung, denn bei mir wurde zuerst eine Depression und dann eine generalisierte Angststörung diagnostiziert.
Hier ist der dazugehörige Link bei hellogiggles (in englischer Sprache):
Da ich selbst von Depressionen betroffen bin, kann ich den Artikel sehr gut nachempfinden. Im engsten Familien- und Freundeskreis gehe ich auch offen mit dem Thema um, zumindest mittlerweile. Ich wusste letztes Jahr anfangs selbst nicht so genau was mit mir passiert, nur dass ich psychisch und physisch fix und fertig war und eine scheiß Angst hatte. Nämlich vorm alleine zu Hause sein, denn dann kamen die bösen Gedanken wieder und ich hatte keine Ablenkung. Nichts hat geholfen - kein putzen, kein aufräumen, kein stricken, kein lesen, kein fernsehen. Das war nie genug Ablenkung, um in meinem Kopf für Ruhe zu sorgen und die bösen Gedanken zum Schweigen zu bringen. Ich konnte sie nicht abwehren.
Gedanken an meinen Ex, die Arbeit, meine Oma und was ich bloß tun soll, wenn die Angst und diese Gefühle niemals mehr weggehen. Wie lange halte ich das aus? Wie viel Kraft habe ich noch? Was tue ich, wenn es mir irgendwann egal ist, was ich mir evtl antue, weil ich nicht mehr kann. Was ist das für ein Leben, dass nur noch aus Angst und Hoffnungslosigkeit besteht. Was für ein Leben, wenn ich all die Dinge, die ich noch gerne tun und sehen möchte, nicht mehr sehen und tun kann, weil ich zuviel Angst habe.
Diese Gedanken und die Gefühle 24/7 wochenlang zu haben, machte mich fertig. Zermürbte mich.
Ich versuchte es zu erklären, auch bildlich. Aber richtig verstehen und nachvollziehen konnte es niemand. Woher auch. Normale Angst und Traurigkeit kann man mit einem lustigen Film o.ä. schnell schonmal beiseite schieben. Krankhafte Angst und Traurigkeit nicht. Die ist immer da. Auch wenn sie mal ein Nickerchen macht und dir eine kurze Verschnaufpause gönnt. Danach kommt sie gut erholt und oft um ein vielfaches schlimmer zurück. Dann bekam ich oft so doll eine gewischt, dass ich nicht mehr wusste, wo rechts und links ist. Oder wer ich eigentlich noch bin.
Auch mein Chef und die Kollegen aus meiner Abteilung wissen Bescheid. Mein Chef hat mehrmals
mit mir geredet, versuchte zu helfen. Richtig verstanden hat auch er es bis heute nicht.
mit mir geredet, versuchte zu helfen. Richtig verstanden hat auch er es bis heute nicht.
Aber ansonsten möchte ich auch nicht, dass jemand von meiner Erkrankung erfährt. Nach wie vor wird man schnell als zu schwach abgestempelt. Oder ich soll mich doch nicht so hängenlassen.
Daher schreibe ich diesen Blog anonym. Um mich selbst vor Anfeindungen oder falschem Mitleid zu schützen. Denn leider gibt es immer Leute, die solche Situationen zu ihrem Vorteil ausnutzen.
Daher schreibe ich diesen Blog anonym. Um mich selbst vor Anfeindungen oder falschem Mitleid zu schützen. Denn leider gibt es immer Leute, die solche Situationen zu ihrem Vorteil ausnutzen.
Depressionen sind keine Willenssache - sie sind eine ernsthafte Erkrankung, die leider nach wie vor oft noch belächelt wird. Würde diese Krankheit durch reine Willenskraft besiegt werden können, würden nicht so viele Menschen darunter leiden. Denn durch diese Hölle geht keiner freiwillig.
Ich habe letztes Jahr das Buch ,Leben mit dem schwarzen Hund' von Matthew Johnstone gekauft und meiner Mutter zu lesen gegeben. Ich hatte gehofft, dass sie mich und mein Verhalten besser verstehen würde. Leider hatte ich am nächsten Morgen das Gefühl, sie habe es gar nicht gelesen, denn sie erklärte mir, dass ich selbst aus der Depression rauskommen wollen muss und aufhören soll alles so negativ zu sehen.
Ich weiß noch genau wie ich am Küchentisch saß und dachte, ich traue meinen Ohren nicht. Es war
genau das Gegenteil von dem, was in dem Buch stand.
genau das Gegenteil von dem, was in dem Buch stand.
Ich war nur noch ein Schatten meiner selbst, konnte nicht essen, nicht schlafen, hatte Hitzegefühle in
meinen Armen und schlimme Angstzustände, die nur abends ein wenig besser wurden. Ich dachte, dass ich in die Psychiatrie muss, weil ich nicht wusste was mit mir eigentlich passierte.
meinen Armen und schlimme Angstzustände, die nur abends ein wenig besser wurden. Ich dachte, dass ich in die Psychiatrie muss, weil ich nicht wusste was mit mir eigentlich passierte.
Könnte ich diesen Zustand willentlich beeinflussen, hätte ich es doch längst getan!
Ich war total geschockt und verärgert von ihrer Reaktion. Und auch brachte es weitere Angst hoch, da ich versuchte positiv zu sein. Aber in einer solchen Angst (Angststörung) und Hoffnungslosigkeit (Depression) konnte ich nicht mehr positiv denken. Es wisperte mir immer eins der beiden o.g. Teufelchen ins Ohr, dass ich es nicht schaffe, denn eine Garantie gibt es nicht.
Heute denke ich, es war Hilflosigkeit, die sie dazu brachte so streng zu sein. Denn gutes Zureden hat auch nicht geholfen.
Hier ein Link zum Video Der Schwarze Hund von Matthew Johnstone (in Englisch):
Und hier nun auch in Deutsch bei Freunde fürs Leben (Nachtrag vom 30.08.2014):
http://www.frnd.de
Und ein Link von einem seiner Live-Auftritte (in Englisch):
http://www.frnd.de
Und ein Link von einem seiner Live-Auftritte (in Englisch):
Ich habe dann anderen Familienmitgliedern und Freunden folgenden Link geschickt. Hier gibt es viele Antworten auf Fragen, die man sich selbst, aber auch andere einem stellen. Der Link ist vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie und das Lesen gab mir Hoffnung und ich finde, dass die Antworten verständlich erläutert sind:
http://www.mpipsykl.mpg.de/840900/depression
http://www.mpipsykl.mpg.de/840900/depression
Das Schreiben dieses Blogs hilft mir sehr. Hier kann ich meinen seelischen Müll abladen und ordnen.
Wie bei meiner Therapie muss ich kein Blatt vor den Mund nehmen. Ich kann den ganzen Ballast aus mir rauslassen. Ohne Rücksicht auf Gefühle anderer. Das ist sehr befreiend. Und erleichtert ungemein. Hätte ich anfangs nicht gedacht.
Ich bin unendlich dankbar für die Hilfe meiner Hausärztin, meiner Therapeutin und meines Psychiaters. Stundenlang haben sie mir zugehört, mich weinen lassen und wieder aufgebaut. Mit mir zusammen suchen sie Wege, damit ich das dunkle Tal und seine Bewohner irgendwann hinter mir lassen kann.
Der erste Schritt um Hilfe zu suchen und zu bitten war unglaublich schwer. Ich dachte anfangs, ich bekomme es alleine hin. Als dies nicht funktionierte war ich so enttäuscht und frustriert über mich selbst. Dann fand ich die Therapeutin. Trotzdem kam der große Zusammenbruch - ich war so enttäuscht. Dann Hilfe von Hausärztin und Therapeutin. Trotzdem kam die erste Angstphase. Weitere Enttäuschung und Frustration. 5 Wochen Reha - trotzdem kam in der Reha und der erste Samstag direkt danach wieder eine Angstphase. Nach all den Überwindungen, Anstrengungen, Änderung der Verhaltensweise - nach all dem trotzdem wieder Angst. Die Enttäuschung, Wut und Frustration über mich selbst wuchs immer mehr. Ich wollte alles und zwar gleich.
Raus aus diesem Leid.
Aber: Was lange kommt, braucht auch lange um zu gehen. Der Zusammenbruch im letzten Jahr hat sich jahrelang angebahnt. Ich wollte es nur nicht wahrhaben.
Und ich muss Geduld mit mir haben. Mehr auf mein Bauchgefühl achten, meine eigenen Grenzen respektieren.
Und wenn nichts anderes hilft, dann sollte man auch nicht vor einem Antidepressivum scheuen (unbedingt vorher einen Facharzt für Psychiatrie konsultieren). Ich war auch dagegen, aber als nichts half, war ich letztendlich froh darüber die Cymbalta von meinem Psychiater bekommen zu haben. Sie öffneten meine ,Scheuklappen' und die Fokussierung auf die Angst und Traurigkeit löste sich soweit auf, dass sie nicht mehr meine Gedanken bestimmen, sondern auch Platz für andere, auch erfreuliche, Gedanken ist. Ich rate aber nochmal dringend dazu, dass jeder vorab einen Facharzt für Psychiatrie aufsucht. Dies sind Fachleute und sie sind darauf spezialisiert, d.h. sie können meist sehr gut einschätzen, welches Medikament für wen das jeweils richtige ist.
Am Ende des Buches ,Ein Leben mit dem schwarzen Hund' von Matthew Johnstone steht:
Einer der wichtigsten Aspekte dieser Reise ist es,
sich einander immer wieder vor Augen zu führen:
Es geht vorbei. Es geht vorbei. Es geht vorbei.
Schönen Abend!
Eure Taleju :-)
Wie bei meiner Therapie muss ich kein Blatt vor den Mund nehmen. Ich kann den ganzen Ballast aus mir rauslassen. Ohne Rücksicht auf Gefühle anderer. Das ist sehr befreiend. Und erleichtert ungemein. Hätte ich anfangs nicht gedacht.
Ich bin unendlich dankbar für die Hilfe meiner Hausärztin, meiner Therapeutin und meines Psychiaters. Stundenlang haben sie mir zugehört, mich weinen lassen und wieder aufgebaut. Mit mir zusammen suchen sie Wege, damit ich das dunkle Tal und seine Bewohner irgendwann hinter mir lassen kann.
Der erste Schritt um Hilfe zu suchen und zu bitten war unglaublich schwer. Ich dachte anfangs, ich bekomme es alleine hin. Als dies nicht funktionierte war ich so enttäuscht und frustriert über mich selbst. Dann fand ich die Therapeutin. Trotzdem kam der große Zusammenbruch - ich war so enttäuscht. Dann Hilfe von Hausärztin und Therapeutin. Trotzdem kam die erste Angstphase. Weitere Enttäuschung und Frustration. 5 Wochen Reha - trotzdem kam in der Reha und der erste Samstag direkt danach wieder eine Angstphase. Nach all den Überwindungen, Anstrengungen, Änderung der Verhaltensweise - nach all dem trotzdem wieder Angst. Die Enttäuschung, Wut und Frustration über mich selbst wuchs immer mehr. Ich wollte alles und zwar gleich.
Raus aus diesem Leid.
Aber: Was lange kommt, braucht auch lange um zu gehen. Der Zusammenbruch im letzten Jahr hat sich jahrelang angebahnt. Ich wollte es nur nicht wahrhaben.
Und ich muss Geduld mit mir haben. Mehr auf mein Bauchgefühl achten, meine eigenen Grenzen respektieren.
Und wenn nichts anderes hilft, dann sollte man auch nicht vor einem Antidepressivum scheuen (unbedingt vorher einen Facharzt für Psychiatrie konsultieren). Ich war auch dagegen, aber als nichts half, war ich letztendlich froh darüber die Cymbalta von meinem Psychiater bekommen zu haben. Sie öffneten meine ,Scheuklappen' und die Fokussierung auf die Angst und Traurigkeit löste sich soweit auf, dass sie nicht mehr meine Gedanken bestimmen, sondern auch Platz für andere, auch erfreuliche, Gedanken ist. Ich rate aber nochmal dringend dazu, dass jeder vorab einen Facharzt für Psychiatrie aufsucht. Dies sind Fachleute und sie sind darauf spezialisiert, d.h. sie können meist sehr gut einschätzen, welches Medikament für wen das jeweils richtige ist.
Am Ende des Buches ,Ein Leben mit dem schwarzen Hund' von Matthew Johnstone steht:
Einer der wichtigsten Aspekte dieser Reise ist es,
sich einander immer wieder vor Augen zu führen:
Es geht vorbei. Es geht vorbei. Es geht vorbei.
Schönen Abend!
Eure Taleju :-)
Sonntag, 13. Juli 2014
Weltmeister!!!!!!!
Wir sind Weltmeister!!!!!! 😃😃😃😃😃😃😃😃😃😃😃
🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪⚽️⚽️⚽️⚽️⚽️⚽️⚽️⚽️⚽️⚽️⚽️🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪
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Freitag, 11. Juli 2014
Die dritte Person - Mit den Augen eines Anderen
Ich betrat die Wohnung. Es war Nacht und alles war dunkel. Trotzdem konnte ich alles gestochen scharf erkennen. Ich ging den kurzen Flur entlang. Plötzlich hörte ich ein Geräusch. Es kam aus dem hinteren Zimmer. Ich erkannte Wortfetzen, dann ein Schluchzen. Betete sie etwa? Das Rascheln der Bettwäsche folgte, dann hörte ich Schritte. Sie schleppte sich an mir vorbei zum Badezimmer. Mondlicht fiel durchs Fenster auf sie. Sie saß auf der Toilette, die Hände hielten den Kopf, Tränen liefen glitzernd ihre Wangen hinab. Dann griff sie plötzlich nach dem Putzeimer und übergab sich in ihn. Das Geräusch der Toilettenspülung, fließendes Wasser. Sie schlich wieder an mir vorbei Richtung Schlafzimmer. Sie war nur ein Schatten ihrer selbst. Das Haar stand wild vom Kopf ab, Mascaraspuren auf den Wangen und um die Augen verschmiert, das Gesicht erschreckend weiß.
Sie macht kein Licht, denn es tut so weh, so verdammt weh, in ihren Augen. Sie tastet sich mit ausgestreckten Armen in Richtung des Bettes. Dort angekommen setzt sie sich vorsichtig hin, fährt mit der Hand über den Nachttisch, auf der Suche nach den Tabletten. Endlich findet sie eine, zerbricht sie in vier Stücke, da sie sie nicht im Ganzen schlucken kann. Das Öffnen der Wasserflasche, dann Würgelaute und Erbrechen. Erschöpft lässt sie sich in die Kissen sinken. Das wäre die sechste Tablette gewesen. Sie helfen einfach nicht, der Schmerz wird immer schlimmer. Wieso helfen sie nicht.
Ich lasse mich mit dem Rücken an der Wand hinuntergleiten bis ich auf dem kalten Boden sitze. Sie weint. Betet. Und fleht. Aber Oma ist nicht da. Sie kann ihr nicht mehr helfen. Sie ist ganz allein.
Ich bin nur ein stiller Beobachter. Ich würde ihr den Rücken streicheln und den Kopf über den Eimer halten. Aber auch ich kann nicht eingreifen.
Sie dreht sich von einer Seite auf die andere. Und weint. Egal, wie sie liegt, es tut weh. Sogar die
Berührung mit dem Kissen schmerzt. Sie weint immer weiter, obwohl es den Schmerz verschlimmert. Sie flüstert. Sie bietet Gott einen Deal an, wenn es sich doch bitte nur um eine Migräne handelt und nicht um einen Schlaganfall. Wieder erbricht sie in den blauen Eimer.
Nun sitzt sie im Bett. Schimpft mit sich selbst. Weint. Schimpft weiter. Weint.
Warum sie immer über ihre Grenzen hinausgeht. Wieder. Schon wieder. Obwohl sie es doch besser wissen muss. Sie ist schließlich hart genug gefallen im letzten Jahr. War wohl noch nicht hart genug. Oder warum ist sie so masochistisch?! Sie weiß es doch besser. Sie weiß, es gibt kein Danke, wenn sie 19 Std am Stück wie von Samstag auf Sonntag arbeitet. Es wird einfach erwartet, vorausgesetzt. Sie ist ja die Blöde, die das mit sich machen lässt. Und egal wie sehr sie sich anstrengend, sie ist austauschbar. Das haben sie ihr in den letzten Wochen begreiflich gemacht.
Wie viel muss noch passieren, bis sie endlich erkennt, dass es das nicht wert ist. Endlich begreift. Erst wenn sie wieder bald am Boden liegt und alle über sie hinwegsteigen und keiner mehr sich nach ihr umdreht. Erst dann?! Nichts und niemand ist es wert, die Gesundheit zu riskieren.
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Ich habe diese Geschichte aus der Perspektive der 3. Person geschrieben. Dies habe ich in einem Magazin gelesen, dass man z.B. sein Tagebuch einmal aus der 3. Person schreiben soll. Viele Dinge erscheinen dann evtl. klarer.
Dies war einer der schlimmsten Migräneanfälle, die ich je hatte. Ich erinnere mich nur an einen weiteren, der auch so schlimm war und ich nicht mehr wusste was ich tun sollte, weil die Schmerzen so unerträglich waren. Besser wurde es diesmal erst nach zwei Tagen. Meine Ärztin musste mich sogar krankschreiben. Trotzdem habe ich seitdem mit Schwindel und Übelkeit zu kämpfen.
Auf Grund der Cymbalta darf ich nur die Paracetamol Tabletten gegen die Migräne nehmen. Die helfen aber nicht. Habe an diesem Montag bis Montagnacht 5 1/4 Tabletten genommen, alles erfolglos. Dienstagmittag kam erst Abhilfe. Meine Ärztin ließ mir Novalgin-Tropfen bringen. 40 Tropfen und die Migräne ging langsam weg. Mittwochs konnte ich dann meine Wohnung verlassen und zu meiner Ärztin in die Praxis fahren. Sie schrieb mich gleich auch noch für diesen Tag krank. Ich hatte zwar zu Hause meinen Koffer schon wieder gepackt, da ich eigentlich beruflich für drei Tage weg musste, aber letztendlich war ich doch froh um diesen Tag. Ab nachmittags lag ich dann auch schon wieder wegen dem Schwindel und der Übelkeit im Bett. Seitdem begleiten mich diese Symptome. Ich soll zum Neurologen und dort zum CT. Und zu meinem Psychiater, um zu klären, welche Tabletten ich ggfs. wegen der Migräne noch nehmen kann.
Fakt ist, dass ich wieder kürzer treten muss. Ego hin oder her. Ich muss lernen mich selbst wertzuschätzen, d.h. auch meine Grenzen zu respektieren. Und meinen 6 Stunden-Tag, den ich vertraglich habe, auch zeitlich wieder einzuhalten.
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
Nachtrag vom 30.08.2014:
Am Donnerstag war ich bei meinem Psychiater und erzählte ihm von diesem heftigen Migräneanfall. Es waren wohl eine Kombination aus dem Stress und Absetzungserscheinungen der Cymbalta, die ich 2 Tage lang an diesem Wochenende vergessen hatte zu nehmen.
Absetzerscheinungen! Ich war geschockt und erst einmal sprachlos. Ich dachte, ich hätte einen Schlaganfall gehabt, so schlimm waren die Schmerzen. Nun muss ich sagen, dass ich wirklich Bammel habe die Tabletten abzusetzen. Das ist zwar noch nicht abzusehen, aber trotzdem.
Da ich nur eine am Tag nehme, habe ich ihn gefragt, wie man die Dosierung denn langsam reduzieren kann. Diese Tabletten kann man nicht teilen. Er sagte, dass es dann anfangs nur 1 Tablette alle 2 Tage sein wird, dann nach einiger Zeit 1 Tablette alle 3 Tage usw.
So gerne ich die Tabletten auch absetzen möchte, so sehr Angst habe ich nun auch davor eben dies zu tun. Auch wegen den Absetzsymptomen, aber auch vor dem Ergebnis, ob die Angst dann weg ist oder wiederkommt. So stark wie im letzten Jahr.
Sie macht kein Licht, denn es tut so weh, so verdammt weh, in ihren Augen. Sie tastet sich mit ausgestreckten Armen in Richtung des Bettes. Dort angekommen setzt sie sich vorsichtig hin, fährt mit der Hand über den Nachttisch, auf der Suche nach den Tabletten. Endlich findet sie eine, zerbricht sie in vier Stücke, da sie sie nicht im Ganzen schlucken kann. Das Öffnen der Wasserflasche, dann Würgelaute und Erbrechen. Erschöpft lässt sie sich in die Kissen sinken. Das wäre die sechste Tablette gewesen. Sie helfen einfach nicht, der Schmerz wird immer schlimmer. Wieso helfen sie nicht.
Ich lasse mich mit dem Rücken an der Wand hinuntergleiten bis ich auf dem kalten Boden sitze. Sie weint. Betet. Und fleht. Aber Oma ist nicht da. Sie kann ihr nicht mehr helfen. Sie ist ganz allein.
Ich bin nur ein stiller Beobachter. Ich würde ihr den Rücken streicheln und den Kopf über den Eimer halten. Aber auch ich kann nicht eingreifen.
Sie dreht sich von einer Seite auf die andere. Und weint. Egal, wie sie liegt, es tut weh. Sogar die
Berührung mit dem Kissen schmerzt. Sie weint immer weiter, obwohl es den Schmerz verschlimmert. Sie flüstert. Sie bietet Gott einen Deal an, wenn es sich doch bitte nur um eine Migräne handelt und nicht um einen Schlaganfall. Wieder erbricht sie in den blauen Eimer.
Nun sitzt sie im Bett. Schimpft mit sich selbst. Weint. Schimpft weiter. Weint.
Warum sie immer über ihre Grenzen hinausgeht. Wieder. Schon wieder. Obwohl sie es doch besser wissen muss. Sie ist schließlich hart genug gefallen im letzten Jahr. War wohl noch nicht hart genug. Oder warum ist sie so masochistisch?! Sie weiß es doch besser. Sie weiß, es gibt kein Danke, wenn sie 19 Std am Stück wie von Samstag auf Sonntag arbeitet. Es wird einfach erwartet, vorausgesetzt. Sie ist ja die Blöde, die das mit sich machen lässt. Und egal wie sehr sie sich anstrengend, sie ist austauschbar. Das haben sie ihr in den letzten Wochen begreiflich gemacht.
Wie viel muss noch passieren, bis sie endlich erkennt, dass es das nicht wert ist. Endlich begreift. Erst wenn sie wieder bald am Boden liegt und alle über sie hinwegsteigen und keiner mehr sich nach ihr umdreht. Erst dann?! Nichts und niemand ist es wert, die Gesundheit zu riskieren.
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Ich habe diese Geschichte aus der Perspektive der 3. Person geschrieben. Dies habe ich in einem Magazin gelesen, dass man z.B. sein Tagebuch einmal aus der 3. Person schreiben soll. Viele Dinge erscheinen dann evtl. klarer.
Dies war einer der schlimmsten Migräneanfälle, die ich je hatte. Ich erinnere mich nur an einen weiteren, der auch so schlimm war und ich nicht mehr wusste was ich tun sollte, weil die Schmerzen so unerträglich waren. Besser wurde es diesmal erst nach zwei Tagen. Meine Ärztin musste mich sogar krankschreiben. Trotzdem habe ich seitdem mit Schwindel und Übelkeit zu kämpfen.
Auf Grund der Cymbalta darf ich nur die Paracetamol Tabletten gegen die Migräne nehmen. Die helfen aber nicht. Habe an diesem Montag bis Montagnacht 5 1/4 Tabletten genommen, alles erfolglos. Dienstagmittag kam erst Abhilfe. Meine Ärztin ließ mir Novalgin-Tropfen bringen. 40 Tropfen und die Migräne ging langsam weg. Mittwochs konnte ich dann meine Wohnung verlassen und zu meiner Ärztin in die Praxis fahren. Sie schrieb mich gleich auch noch für diesen Tag krank. Ich hatte zwar zu Hause meinen Koffer schon wieder gepackt, da ich eigentlich beruflich für drei Tage weg musste, aber letztendlich war ich doch froh um diesen Tag. Ab nachmittags lag ich dann auch schon wieder wegen dem Schwindel und der Übelkeit im Bett. Seitdem begleiten mich diese Symptome. Ich soll zum Neurologen und dort zum CT. Und zu meinem Psychiater, um zu klären, welche Tabletten ich ggfs. wegen der Migräne noch nehmen kann.
Fakt ist, dass ich wieder kürzer treten muss. Ego hin oder her. Ich muss lernen mich selbst wertzuschätzen, d.h. auch meine Grenzen zu respektieren. Und meinen 6 Stunden-Tag, den ich vertraglich habe, auch zeitlich wieder einzuhalten.
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Nachtrag vom 30.08.2014:
Am Donnerstag war ich bei meinem Psychiater und erzählte ihm von diesem heftigen Migräneanfall. Es waren wohl eine Kombination aus dem Stress und Absetzungserscheinungen der Cymbalta, die ich 2 Tage lang an diesem Wochenende vergessen hatte zu nehmen.
Absetzerscheinungen! Ich war geschockt und erst einmal sprachlos. Ich dachte, ich hätte einen Schlaganfall gehabt, so schlimm waren die Schmerzen. Nun muss ich sagen, dass ich wirklich Bammel habe die Tabletten abzusetzen. Das ist zwar noch nicht abzusehen, aber trotzdem.
Da ich nur eine am Tag nehme, habe ich ihn gefragt, wie man die Dosierung denn langsam reduzieren kann. Diese Tabletten kann man nicht teilen. Er sagte, dass es dann anfangs nur 1 Tablette alle 2 Tage sein wird, dann nach einiger Zeit 1 Tablette alle 3 Tage usw.
So gerne ich die Tabletten auch absetzen möchte, so sehr Angst habe ich nun auch davor eben dies zu tun. Auch wegen den Absetzsymptomen, aber auch vor dem Ergebnis, ob die Angst dann weg ist oder wiederkommt. So stark wie im letzten Jahr.
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